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Issue 3, January 2011

ECVET-Magazin, 3. Ausgabe, Januar 2011

Das dritte ECVET-Magazin beginnt mit einem Editorial von Stefano di Giusto von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) der Europaeischen Union. Di Guisto beschreibt eine Reihe neuer Aktionen, die im Rahmen des Programmes fuer Lebenslanges Lernen aktuell implementiert werden, um die Entwicklungs- und Testphase von ECVET auf europaeischer und nationaler Ebene zu unterstuetzen. Im Jahr 2011 startet beispielsweise eine Auswahl von acht neuen Pilotprojekten. Diese Pilotprojekte bestehen aus einer multinationalen Partnerschaft, haben jedoch jeweils einen nationalen Schwerpunkt. Die internationalen Partner beraten, geben Feedback und agieren als Peer Reviewer. Di Giusto fuehrt weiter aus, dass ECVET eine wichtige Rolle in den allgemeinen Ausschreibungen des Programmes fuer Lebenslanges Lernen spielen wird, zum Beispiel als oberste Prioritaet in zwei Aktionen des Leonardo da Vinci Programmes - Innovationsentwicklung und Innovationstransfer.

Der erste Artikel beschreibt die laufende Arbeit des Pilotprojekts ASSET. ASSET strebt an, ECVET fuer die Anerkennung von Mobilitaetsphasen als integralen Teil der Ausbildung im Automobilsektor zu nutzen. Hierfuer haben die ASSET-Partner (aus Finnland, Frankreich, Ungarn und Rumaenien) zunaechst Schluesselkompetenzen identifiziert, dann ein gemeinsames Jobprofil definiert (Autotechniker Elektrik/Elektronik) und anschliessend die Qualifikationen, die zu diesem Profil gehoeren, benannt. Auf dieser Basis wurden die Lernergebnisse sowie die Einheiten von Lernergebnissen definiert.

VaLOGReg, ein Projekt, das in der Grenzregion zwischen Belgien, Frankreich, Luxemburg und Deutschland angesiedelt ist, ist Thema des zweiten Artikels. VaLOGReg konzentriert sich auf das Thema Lebenslanges Lernen und arbeitet daran, die Anerkennung der Lernergebnisse junger Erwachsener zu ermoeglichen, die in verschiedenen Kontexten erworben wurden (verschiedene Laender, Institutionen oder Systeme, durch formales, non-formales oder informelles Lernen). Dieses Projekt stand in besonderem Masse vor der Herausforderung, sich mit der Verschiedenheit der Anerkennungssysteme und der Diversitat der zustaendigen Stellen in allen beteiligten Laendern auseinanderzusetzen. Dennoch ist es VaLOGReg gelungen, ein generelles Bezugssystem fuer ein Anerkennungsverfahren zu entwerfen, das an den jeweiligen Bedarf von Herkunftseinrichtung und aufnehmender Einrichtung angepasst werden kann. 

Der dritte Artikel berichtet von den Ergebnissen des sechsten gemeinsamen Seminars der Pilotprojekte, das im November 2010 in Prag stattfand. Thematisch im Mittelpunkt standen hier verschiedene Moeglichkeiten, eine gemeinsame Vereinbarung (Memorandum of Understanding) zwischen Herkunftseinrichtung und aufnehmender Einrichtung sowie einer Lernvereinbarung mit den betreffenden Auszubildenden zu entwerfen – kurz gesagt, die Elemente der ECVET-Dokumentation zu gestalten. Eine Tabelle bietet einen synoptischen Ueberblick ueber die Ansaetze der verschiedenen Projekte. Darueber hinaus wurden im Seminar Verfahren der Bewertung von Lernergebnissen und der Validierung und Anerkennung diskutiert.

Der vierte Artikel beschreibt, wie sich das Projekt Be-TWIN die Frage der Verbindung zwischen den beiden Referenzinstrumente ECVET und ECTS widmet. Die acht Laender, die sich an Be-TWIN beteiligen, haben eine Methode entwickelt, die es ihnen ermoeglicht, beide Systeme zu verknuepfen und Lernergebnisse transparenter zu beschreiben. Eine Matrix demonstriert Schritt fuer Schritt, welches Vorgehen angestrebt wird.

Zusaetzlich zu diesen Artikeln enthaelt die aktuelle Ausgabe des ECVET Magazins noch eine Reihe von News zu kommenden Publikationen und Seminaren bzw. Konferenzen.