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Issue 6, November 2011

Die sechste Ausgabe des ECVET-Magazins eröffnet mit einem Editorial von Erik Hess, Policy Officer ECVET bei der Europäischen Kommission, Generaldirektorat Bildung und Kultur. Erik Hess konstatiert, dass sich wahrend der ECVET-Testphase allmählich eine ‘Community of Practice’, also Gemeinschaft ECVET-erfahrender Institutionen und Bildungsträger herausgebildet hat. Diese ECVET-Wissensgemeinschaft wächst ständig; es ist wichtig für die zuküftige Entwicklung, dass die Mitglieder sich auch weiterhin den Chancen und Herausforderungen stellen, die den Weg hin zur nationalen Implementierung begleiten.

Der Leitartikel dieser Ausgabe des ECVET-Magazins ist der zweiten Generation von ECVET Pilotprojekten gewidmet. Die acht neuen Projekte, die im Frühjahr 2011 mit der Arbeit begonnen haben, werden einzeln vorgestellt, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu der ersten Projektgeneration herausgearbeitet.

Ergänzt wird das Magazin durch drei Artikel, die die Fortschritte und den Stand der Arbeit der ersten Generation ECVET-Pilotprojekte dokumentieren:

  • Das Projekt RECOMFOR, das erfolgreich ein nachhaltiges Netzwerk von Institutionen entwickelt und implementiert hat, das sich selbst verpflichtet langfristig die Prinzipien von ECVET  im bereich der Mobilität in der beruflichen Bildung anzuwenden. Dieses neue Netzwerk namens NETINVET wurde Ende März 2011 auf der RECOMFOR-Abschlusskonferenz  vorgestellt und umfasst derzeit 40 Trainingszentren und 150 angeschlossene Firmen in zehn Ländern;
  • Das Projekt CAPE-SV, das sich in erster Linie damit beschäftigt hat, die ECVET-Spezifikationen im Hinblick auf die internationale Vergleichbarkeit von Qualifikationen aus dem Bereich der darstellenden Künste zu verwenden, hat seine vorläufigen Ergebnisse im Sommer 2011 den franzoesischen Sozialpartnern vorgestellt;
  • Das N.E.T.WORK-Projekt, das sich damit beschäftigt hat, mithilfe der ECVET-Spezifikationen Qualifikationen aus dem Tourismus-Sektor in mehreren europäischen Ländern vergleichen. 

Ein ergänzender Artikel von Bertold Hübers vom Bundesinstitut für Berufsbildung (DE) fasst die Ergebnisse einer Studie zum Thema Mobilität zusammen, die das BIBB im Frühjahr 2011 veröffentlicht hat. Die Studie zeigt, dass die Mobilität in der beruflichen Bildung im Zeitraum 2007 bis 2009 ungefähr doppelt so hoch ist wie ursprünglich angenommen – und dass Arbeitgeber in hohem Maß bereit sind, in Mobilität zu investieren - wenn sie den praktischen Nutzen der Mobilitätsphase sehen. ECVET bietet hier interessante Ansatzpunkte, den Mehrwert von Mobilitätsphasen während der Ausbildung noch deutlicher herauszustellen und den von Arbeitgebern oft ins Feld geführten ‘Zeitverlust’ zu minimieren.

Ein weiterer kurzer Artikel berichtet schaglichartig vom diesjährigen ECVET-Forum im Juni 2011 in Madrid. Das Magazin schließt ab mit drei Kurzmitteilungen:

  • Ein Hinweis auf den Ratgeber ‘ECVET für Mobilitat in der beruflichen Bildung’, der auf der website der ECVET-Pilotprojekte abrufbar ist;
  • Ein Hinweis auf die LEONARDO-Projekte, die in 2011 ausgewählt wurden; und
  • Eine Ankündigung der Abschlusskonferenz der ersten Generation von ECVET Pilotprojekten, die am 22-23 Februar 2012 in Brüssel stattfindet.