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Issue 12, December 2012

Zu Beginn dieser zwölften Ausgabe steht der Jahresrückblick von Erik Hess, ECVET-Referent der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission. Seiner Einschätzung nach war dieses Jahr ein bedeutendes Jahr, da von den Mitgliedsstaaten und den einzelnen betroffenen Akteuren die notwendigen Bedingungen für eine schrittweise Umsetzung von ECVET geschaffen wurden. Im Anschluss an seine Bilanz geht Hess auf die von den ECVET-Nutzergruppen gesetzten Prioritäten für das kommende Jahr ein.

Im Magazin folgen darauf drei Artikel zu den Aktivitäten des ECVET-Netzwerks:

  • Der erste Artikel behandelt das zweite gemeinsam veranstaltete Seminar ECVET-EQAVET-EQF-ECTS, das im Oktober in Paris stattfand. Dort kamen die Mitglieder des ECVET-Netzwerks mit den Vertretern der anderen europäischen Instrumente zusammen, um zu diskutieren, wie Lernergebniseinheiten zur Unterstützung von Lernenden eingesetzt werden können.
  • Der zweite Artikel widmet sich dem auf die UEAPME (Union Européenne de l'Artisanat et des Petites et Moyennes Entreprises - Europäische Union des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe) zugeschnittenen Seminar, das im September in Brüssel mit dem Ziel veranstaltet wurde, die Experten der allgemeinen und beruflichen Bildung dieser Organisation mit ECVET vertraut zu machen.
  • Im letzten Artikel wird auf ein weiteres, diesmal jedoch speziell auf den Kernenergiesektor zugeschnittenes Seminar hingewiesen, das ebenfalls im September in Brüssel stattfand, um die Experten der Branche mit ECVET bekannt zu machen.

Dieser dem Leben des Netzwerks gewidmete Teil des Magazins schließt mit einem Kalender der vom ECVET-Unterstützungsteam für das Jahr 2013 organisierten Aktivitäten ab.

Der Schwerpunkt des zweiten Teils liegt auf den Entwicklungen zum ECVET. In einem Artikel werden zunächst die verschiedenen Herangehensweisen der Pilotprojekte der zweiten Generation bei der Definition der Lernergebniseinheiten und deren Bewertung vorgestellt. Dargestellt wird die Art und Weise, wie die Lernergebnisse im Rahmen der Projekte konzipiert, strukturiert und formuliert werden sowie auf welche Weise und in welchem Kontext sie umgesetzt werden sollen. Die verschiedenen Ansätze werden anhand zahlreicher in den Projekten zusammengetragener Beispiele dargestellt.

Im Anschluss stellen mehrere ECVET-Expertenteams kurz die letzten Entwicklungen zum ECVET in ihren jeweiligen Ländern vor: Griechenland, Malta, Italien und Slowenien.

Danach folgt eine Beschreibung von vier Pilotprojekten der zweiten Generation:

  • Das Projekt VET-CCS in Malta hat sich zum Ziel gesetzt, ein nationales Verständnis für ECVET, seine Bestandteile, seine Reichweite und seine Vorteile sowie für die Bedeutung seiner Umsetzung auf nationaler und europäischer Ebene zu entwickeln. Dazu werden 30 Qualifikationen bzw. Berufsbildungskurse auf das System übertragen und genutzt, um eine Methodik auszuarbeiten und zu erproben, die es möglich macht, normale Qualifikationen in Qualifikationen umzuwandeln, die entsprechend den ECVET-Empfehlungen formuliert sind.
  • Ziel des Projekts CO.L.O.R ist es wiederum, Arbeiter –insbesondere Wanderarbeiter – beim Erwerb einer Qualifikation zu unterstützen. Zu diesem Zweck wird im Projekt erprobt, wie ECVET eingesetzt werden kann, um in Italien die Anerkennung von im Voraus erworbenen Lernergebnissen im Bausektor und in der Gesundheitspflege zu fördern.
  • Das Projekt ESyCQ verfolgt das Ziel, ein Verfahren für die Validierung und Anerkennung formalen, non-formalen und informellen Lernens im kaufmännischen Bereich einzurichten. Dazu wurden sechs Berufe bzw. Qualifikationen ausgewählt, für die typischerweise ein Quereinstieg über das informelle und non-formale Lernen erfolgt und deren Lernergebnisse sich überschneiden.
  • Das Projekt MEN-ECVET ist ein Pilotprojekt unter der Leitung des französischen Ministeriums für nationale Bildung, das überprüft, wie sich ECVET in den bestehenden Rahmen zur Gestaltung und Vergabe von in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums fallenden Qualifikationen integrieren lässt. Das Projekt arbeitet an fünf Qualifikationen der gleichen Art und des gleichen Niveaus (Fachabitur), die jedoch unterschiedliche Branchen abdecken (Industrie und Dienstleistungen).

Ein weiterer Artikel widmet sich dem Themennetzwerk NetECVET, dessen Ziel es ist, ECVET im Kontext transnationaler Mobilität zu fördern und seine Umsetzung innerhalb der Mitgliedsstaaten über einen „Bottom-up“-Ansatz zu unterstützen.

Anschließend stellt der Europäische Bildungsverbund das Projekt „PEP goes local“ vor, das ein direktes Nachfolgeprojekt von PEP ist. Hierbei handelt es sich um eine Partnerschaft zur Erprobung von ECVET in einem praxisbezogenen Kontext mit dem Ziel, herauszufinden, was ECVET für die Mitglieder des Verbunds bringen könnte.

Zum Abschluss der Ausgabe folgt eine kurze Präsentation der letzten Version des ECVET-Mobilitätsleitfadens.