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Issue 13, March 2013

Der Leitartikel dieser 13. Ausgabe stammt von Christian Lettmayr, dem stellvertretnden Direktor des CEDEFOP. Laut Lettmayr ist es nötig, zwischen den unterschiedlichen europäischen Instrumenten und Prinzipien in Sachen schulische Bildung und Berufsausbildung Synergien zu schaffen und diese Bereiche zusammenzuführen. Um berufliche Qualifikationen transparenter zu gestalten, damit diese in anderen Ländern anerkannt werden, ruft die Europäische Kommission zur Schaffung eines „Europäischen  Kompetenz- und Qualifikationsrahmens“ auf. Diese neue Initiative  (die im Rahmen der Strategie „Neue Denkansätze für die Bildung“ erfolgt) soll zu einer besseren  Koordinierung  der Instrumente führen.

Der erste Artikel stellt die unterschiedlichen Situationen vor, in denen das System ECVET lebenslanges Lernen unterstützen kann. Als da wären: fortschreitendes Lernen ohne Änderung des Bildungsweges, mit möglichen Unterbrechungen; Änderung des Bildungsweges und der Qualifikation innerhalb desselben Qualifikationssystems; Änderung des Bildungsweges und der Qualifikation zwischen zwei verschiedenen Qualifikationssystemen; Formalisierung von Lerninhalten, die sich Lernende in nichtformellen und informellen Umgebungen angeeignet haben; sowie Übertragung oder Erhöhung einer Qualifikation auf ein höheres Qualifikationsniveau.

Die drei folgenden Artikel liefern detailierte Informationen zu den neuesten Entwicklungen von drei Pilotprojekten der zweiten Generation, die sich in der Abschlussphase befinden oder bereits abgeschlossen sind:

  • der erste Artikel bezieht sich auf das Projekt CPU-Europe (Qualifikation anhand erlernter Einheiten). Das Projekt begleitet die Reform der schulischen Bildung und der Berufsausbildung in der französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens, deren Ziel es ist, die Abschlussquoten zu verbessern und  gegen ein  frühzeitiges Verlassen der Schule vorzugehen. Es werden die Prinzipien der Reform sowie der bisherige Fortschritt Letzterer und des Projekts CPU-Europe dargelegt.
  • Der zweite Artikel handelt vom Projekt 2get1care, das sich Herausforderungen in Pflegeberufen widmet und dabei lebenslanges Lernen, Interprofessionalität und kompetenzbasiertes Lehren und Lernen fördert.
  • Bezüglich des Letzteren werden die jüngsten Entwicklungen des Projekts ICARE vorgestellt, das auf die Entwicklung eines Modells  für die Anerkennung von  Kompetenzen  mobiler Arbeitnehmer im Gesundheitswesen ausgerichtet ist.

Der darauffolgende Artikel enthält Neues vom NETINVET-Netzwerk, das im März 2011 ins Leben gerufen wurde und aus dem Pilotprojekt der ersten Generation RECOMFOR hervorging.

Zum Abschluss befasst sich ein Artikel mit der Abschlusskonferenz des Projekts VET-CCS, dessen Ziel es ist, einen Prozess für die Umwandlung des ursprünglichen Formats der Qualifikationen/Kursen in ECVET-konforme Formate zu entwickeln.