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Issue 9, May 2012

Die neunte Ausgabe des ECVET-Magazins ist eine Spezialausgabe, die den Ergebnissen der Abschlusskonferenz der ECVET-Pilotprojekte 2008-2011 gewidmet ist. Die Konferenz fand am 22. und 23. Februar 2012 in Brüssel statt.

Die in 2009 veröffentlichte ECVET-Empfehlung beschreibt die konzeptionelle Grundlage für ECVET und definiert die allgemeinen Prinzipien und Prozesse. Die Aufgabe der Pilotprojekte war es, die Konzepte konkret anzuwenden und in die Realität ihrer nationalen Berufsbildungssysteme und ihrer nationalen Berufsbildungsinstitutionen einzubetten.  Dabei haben sich die Projektpartner eingehend mit der ECVET Empfehlung beschäftigt. Sie haben diejenigen Elemente ihrer Berufsbildungssysteme identifiziert, die mit der Empfehlung vereinbar sind, haben aber auch die Elemente diskutiert, die nicht an die derzeitige Praxis anschlussfähig sind.

Das Ergebnis dieses Prozesses ist eine grössere Vertrautheit mit dem System ECVET und ein verbessertes Verständnis der Instrumente, die ECVET umfasst. Die Projekte haben eine Reihe von ‘Werkzeugen’ und Lösungen erarbeitet, die nun vorliegen und von neuen Projektgenerationen genutzt werden können.   

Auf der Abschlusskonferenz wurde deutlich, dass ECVET in verschiedenen Typen europäischer Berufsbildungssysteme und unter verschiedenen Rahmenbedingungen angewandt werden kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Projekte zu ähnlichen Ergebnissen gelangt sind - die Resultate unterscheiden sich zum Teil erheblich. Was dies konkret bedeutet, wird in dieser Ausgabe des ECVET-Magazins in verscheidenen Beiträgen diskutiert.

In einem Editorial mit demTitel ‘Erfahrungen mit ECVET – von der Praxis zur Politik’ würdigt Ute Haller-Block, Head of Unit EACEA, die Erfolge der Projekte. Die ECVET Pilotprojekte 2008-2011 haben bewiesen, dass ECVET einen konkreten Mehrwert für die Mobilität von Lernenden hat.

Ute Haller- Block beschreibt jedoch auch die Herausforderungen, die den weiteren Weg von der Testphase hin zur Implementierung von ECVET begleiten werden. Sie weist darauf hin, dass  - im Hinblick auf die Entfaltung des vollen Potenzials von ECVET für die Validierung und Anerkennung von Lernergebnissen aus anderen Lernkontexten – es wichtig ist, ECVET als kohärentes System mit klaren Richtlinien zu verstehen und nicht als Werkzeugkasten.  Dazu ist ein klares Bekenntnis zu ECVET auf nationaler Ebene notwenig, besonders im Hinblick auf die Verbindung zum Europäischen Qualifikationstrahmen (EQF). Qualitätssicherungsprozesse sind notwendig, besonders im Hinblick auf die Förderung gegenseitigen Vertrauens zwischen verschiedenen Berufsbildungssystemen in Europa. Dazu gehört nicht zuletzt die Einrichtung adäquater nachhaltiger Strukturen und die Entwicklung angemessener Förderprogramme, um die Beratung und Unterstützung neuer Projekte sicherzustellen. 

Die Sonderausgabe des ECVET Magazins enthält  

  • Einen synoptischen Artikel über die methodischen Ansätze und konkreten Ergebnisse der ECVET-Pilotprojekte;
  • Einen Artikel mit dem Titel ‘Gemeinsames Verständnis von ECVET – Diversität praktischer Lösungen’, der die Kernbotschaften des ersten Tages der Konferenz zusammenfasst;
  • Einen Artikel über die Ergebnisse des zweiten Tages der Konferenz der sich den notwendigen strukturellen Bedignungen für die weitere Implementierung von ECVET widmet;
  • Einen Artikel über die ‘Lernergebnisse’ der FINECVET Initiative, die auf der Abschlusskonferenz von FINECVET in Helsinki am 15 März 2012 vorgestellt wurden;
  • Eine Reihe von Neuigkeiten zum Thema ECVET.